Beherrschung der Welt
Das im Zeitalter der Industrialisierung entstandene Modell von Arbeit, Technik und Ökonomie ist zutiefst in Frage gestellt. Der sich ankündigenden Klimawandel und die ungleiche Verteilung der Güter und Arbeit sind deutliche Indikatoren dafür.
Welche Fortschrittsmodelle, die Arbeit, Technik, Ökonomie und Ökologie miteinander in Einklang bringen, führen weiter?
Gerechtigkeit ist möglicherweise das Stichwort für jedweden Fortschritt mit Zukunft. Nicht neue Technik ist das was wir am dringlichtsten zum Überleben brauchen, sondern eine gerechte Welt.
Wer einen ganzen Tag arbeitet soll mit dem Einkommen auch eine Familie ernähren können. Wer ein Leben lang gearbeitet hat soll auch im Alter in Würde und ohne Not leben können. Bildung für alle und nicht nur für Reiche. Und das weltweit.
Es kann, darf, nicht so bleiben, das Unfrieden durch Gesetze, "Meinungsmacher" und Konzerne verursacht wird.
Der wichtigste Fortschritt wäre der (soziale) Frieden.
Beispiel Fortschritt in der EU:
Es wäre für Westeuropa weit wichtiger gewesen, eine gemeinsame (Steuer/Sozial-) Gesetzgebung zu finden statt den Euro einzuführen. Leider haben unsere Politiker bisher nicht die Vernunft gehabt in ihrem Arbeitsbereich für Gerechtigkeit, und damit für sozialen Frieden, zu sorgen. Ein echter Fortschritt war der Euro jedenfalls nicht.
Die Beherrschung der Welt bedeutet auch immer, sich als Teil derselben zu verstehen, sie nicht nur als Objekt und Gegenstand, sondern auch als in uns selbst vorhanden zu sehen, wir also als Elemt des Kosmos selbst.
Wer Beherrschung der Welt nur extern sieht, als ein Gegenüber von Ich und dem Anderen, wird sie nur vergewaltigen, aber nicht beherrschen.
Beherrschung heißt also auch Dienen, sich Verneigen, das Wunder anerkennen, die WElt als Natur, als anderer Mensch, als Ensemble von beidem muss maN SEHEN UND FÜHLEN. Sonst ist Beherrschung nur Gewaltanwendung,Überfremdung, in Besitznahme. Wir in Europa können so auch lernen von jenen Kulturen, die die Welt vereint mit dem Menschen sehen und deshalb auch Ehrfurcht haben vor allem, was nicht menschlich ist.
nun ja - aber was bringt uns weiter? Frei von Herrschaft wird die Menschheit nicht werden können. Der Habicht ist Herrscher der Lüfte und schlägt alles fliegende was ihm gerade lecker erscheint. Der Mensch muß auf der Erde herrschen um sich selbst zu ernähren. Nur Zufallsfunde von essbaren Wurzeln und Früchten kann uns nicht satt machen.
Die Frage ist doch welcher Weg uns eine gute Zukunft bereitet. Vielleicht ist es Krieg oder Gentechnik???
Meine Antwort ist "Gerechtigkeit".
Beim Thema "Beherrschung der Welt" fällt mir spontan das Bild mit den Ameisen auf dem Elefanten ein, die sich darüber streiten, wem der Elefant gehört.
Erdgeschichtlich sind wir erst einen Augenblick hier, und -wenn wir so weiter machen- bald wieder weg.
Sollten wir nicht langsam mal versuchen, uns selbst zu beherrschen, statt der Welt?
Gruß an alle
Idefix
es sind nicht "wir" die wir uns beherrschen sollten. Es sind doch die meissten von uns, die beherrscht werden. Einige wenige sind die "Ellbogengesellschaft", die mit Gewalt und ohne Rücksicht nur ihre eigenen Ziele und sonst nichts durchsetzen.
Diesen Menschen soziales Verhalten und Gerechtigkeitsempfinden beizubringen würde die Welt wirklich schöner und friedlicher machen.